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Die Geschichte von Paderborns Kulturgütern direkt vor Ort mit Hilfe einer App entdecken und dabei erforschen, wie neue technische Verfahren die Spuren der Vergangenheit „les- und sichtbar“ machen: Das ist das Ziel der ‚Historisches-Paderborn‘-App, die Dozenten der Universität Paderborn gemeinsam mit ihren Studierenden entwickeln. Das Projekt steht im Kontext der Digital Humanities – der Durchdringung von Informatik und Kulturwissenschaften – und ist ein Beispiel für die Bündelung der Fächer Informatik, Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte. Dafür wurde es nun auch mit dem Forschungspreis der Universität ausgezeichnet.

Es soll kein Stadtführer 2.0 und auch kein weiterer Wikipedia-Eintrag werden – Die Hip-App ist mehr als bloße Informationslieferung. Als Plattform für Analysen der multimodalen Raumkonstitution soll sie die vielfältigen Prozesse der Visualisierung und digitalen Aufbereitung von stadtgeschichtlichem Wissen beschreiben und dabei ermitteln, welche Möglichkeiten der historischen Sinnstiftung sich mit der Verknüpfung von Architektur, Sprache und Bild auf einer interaktiven Benutzeroberfläche eröffnen.